18·09·26 23:48Umspannwerk, Netzgebiet Ostdeutschland. Leserfoto, September 2026.
Stromausfall Berlin
Vier Tage ohne Strom in Berlin. Das Wasser lief weiter, aber nur bis zum fünften Stock.
Am 3. Januar brannte in Berlin-Lichterfelde eine Kabelbrücke.
Fünf Hochspannungskabel, zehn Mittelspannungskabel. Vorsätzlich zerstört. Über 40.000 Haushalte und mehr als 2.000 Betriebe waren ohne Strom, vier Tage lang. Krankenhäuser, fünfzehn Schulen, Kitas, Mobilfunkmasten.
Das Trinkwasser fiel nicht aus. Das ist die Schlagzeile, die Sie damals gelesen haben, und sie stimmt.
Sie ist nur nicht die ganze Geschichte.
Ein Teil der Stadt stand trotzdem ohne Wasser da. Es kam darauf an, in welchem Stock man wohnte.
22 Meter. So hoch trägt der Druck von allein
Der Druck im Berliner Leitungsnetz reicht ohne Nachhilfe etwa 22 Meter hoch. Das ist die Dachhöhe eines normalen Altbaus.
Alles darüber läuft über elektrische Druckerhöhungsanlagen im Keller. Kein Strom, keine Druckerhöhung.
Ab dem 6. Stock läuft das Wasser nur noch spärlich, und ab dem 7. kommt nicht mehr als ein Tröpfeln.
Berliner Zeitung über die Wasserversorgung während des Ausfalls
Wer oben wohnte, holte Wasser mit Eimern bei den Nachbarn weiter unten. Vier Tage lang, im Januar, im Treppenhaus.
Und die Werke selbst liefen am Aggregat
Dass unten überhaupt etwas ankam, war ebenfalls kein Naturgesetz.
Die Berliner Wasserbetriebe hatten auf Notstrom umgeschaltet. Ein Sprecher sagte damals, der Nachschub an Kraftstoff für die Aggregate sei gesichert.
Das ist die Reserve. Nicht die Leitung. Eine Reserve ist genau so lange eine Reserve, wie jemand sie nachfüllt.
Auch das Abwasser hängt daran. Elf Pumpwerke waren betroffen. Was oben nicht ankommt, geht unten auch nicht weg.
Was das für Ihre Wohnung heißt
Gehen Sie kurz Ihr eigenes Haus durch.
Wohnen Sie im vierten Stock, hätten Sie in Berlin Wasser gehabt. Im sechsten hätten Sie ein Rinnsal gehabt. Im siebten hätten Sie Eimer getragen.
Und das war ein lokaler Ausfall in einer Stadt, deren Versorger vorbereitet war und deren Aggregate betankt wurden. Vier Tage, kein Krieg, kein Extremwetter. Eine angezündete Kabelbrücke.
Die Frage ist nicht, ob so etwas wieder passiert. Die Frage ist, was bei Ihnen im Keller steht, wenn es passiert.
„Ich habe Wasser im Keller“
Gut. Wie viel?
Das BBK rechnet mit 1,5 Litern Trinkwasser und einem halben Liter zum Kochen, pro Person und Tag, für zehn Tage. Das sind 20 Liter pro Kopf. Für eine vierköpfige Familie 80 Liter.
In diesen 20 Litern ist nichts für Hygiene enthalten. Nichts fürs Händewaschen, nichts für die Toilette, nichts fürs Kind, das sich übergeben hat. Und wenn in einer Stadt der Strom ausfällt, sind die Wasserregale im Umkreis nicht am nächsten Tag noch voll.
80 Flaschen
So viel steht hinter der Empfehlung für eine vierköpfige Familie. Knapp sieben Kästen, jeder gut zwölf Kilo, alle paar Monate zu tauschen. Und nach zehn Tagen ist der Vorrat weg.
Was Leute machen, die es besser wissen
Wer beruflich mit Wasserversorgung oder Katastrophenschutz zu tun hat, stapelt selten Kästen im Keller.
Tragbare Filtration. Dieselbe Hohlfaser-Membrantechnik, die entwickelt wurde, damit jemand im Feld aus einem Bach trinken kann. Ohne Strom, ohne Nachschub.
Bachwasser. Teichwasser. Regentonne. Wasser, das Sie Ihrem Hund nicht geben würden. Durchgezogen, und was herauskommt, können Sie trinken.
Ein Vorrat ist ein Countdown. Vom ersten Glas an wird er nur kleiner.
Ein Filter ist das Gegenteil. Er ist Zugang. Solange es in Ihrer Nähe Wasser gibt, das Sie zu Fuß erreichen, haben Sie Wasser. Kein Kasten, den jemand schleppen muss.
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Wir haben fünf Stück im Haus verteilt. Zwei in die Wohnung, zwei in die Autos, einen in den Rucksack der Kinder.
Zurück zur Treppe
In Berlin ging im Januar vier Tage lang jemand mit Eimern durchs Treppenhaus, weil über 22 Metern der Druck fehlt.
Das ist kein Untergangsszenario. Das ist ein Dienstagvormittag in einer deutschen Großstadt.
Ein Filter ersetzt rechnerisch rund 125 Kästen. Der Unterschied zwischen Eimer tragen und Hahn aufdrehen passt in eine Manteltasche.
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P.S. Der Ausfall in Lichterfelde war kein Unfall. Fünfzehn Kabel wurden vorsätzlich zerstört, und die Ermittler setzten eine Belohnung von einer Million Euro aus. Sie müssen nicht glauben, dass es morgen wieder passiert. Sie müssen nur entscheiden, ob 80 Liter im Keller für Sie reichen.
P.P.S. Vier Tage ohne Strom heißt auch: kein Licht, kein Handynetz, keine Heizung. Wir haben deshalb auch den Biwaksack (THERMA-X1), die Solar-Powerbank (SOLAR-X1) und das Kurbelradio (COMMS-X1) im Haus. Wenn Sie nur eine Sache nehmen, nehmen Sie den Filter. Wasser zuerst.
P.P.P.S. Rechnen Sie es einmal für Ihre Wohnung durch. Stock, Personen, Liter. Wenn Sie über dem fünften wohnen, ist die Antwort auf die Frage „Was, wenn der Strom ausfällt?“ bei Ihnen eine andere als bei Ihrem Nachbarn im Erdgeschoss.
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